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fundevogel : Das Lied des Kranichs — Agnes Podczeck

Hervorgehoben

In der Ergotherapiepraxis ist der tolle Fotoband über Zugvögel wieder aufgetaucht, den ich dort bereits vermisst hatte. Es gibt mehrere Seiten mit Bild und Text über die faszinierenden Kraniche. Auch in Erinnerung an den vergangenen heißen Sommer und den noch immer zu trockenen Herbst entstand gestern die hier gezeigte A4-Zeichnung mit Aquarellbuntstiften.

über Das Lied des Kranichs — Agnes Podczeck

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fundevogel : Projekt Totentanz

Hervorgehoben

… der Seele Flügel spannen, mit den Armen wedeln, abheben, frei sein … wie schön!

Shias Blog

Vor einiger Zeit setzte ich mich über 2-3 Jahre sehr mit dem Tod und dem Sterben auseinander. Das Projekt Totentanz entstand in dieser Zeit im Spiel mit einer Gruppe und in der Folge zwIMG_4614ingend weiter mit mir selbst. Ein Totentanz auf einem kleinen Klosterfriedhof und der Bau eines Grabmals in einem von Lothar zerstörten Fichtenwäldchens verdichtete diese eigene Auseinandersetzung. Der Film „Der Tod macht stille Leute“ mit den Teilnehmern des Projektes Totentanz setzte die Resonanzen der einzelnen Teilnehmer in einem filmischen Projekt zusammen. Es war eine intensive und irgendwie auch schräge Zeit, dicht, beängstigend, aber auch beglückend und befreiend. Zur Nachahmung empfohlen, es braucht nur ein bisschen Neugier und eine Portion Mut.

Totentanzprojekt

Totenhemdblog

Jenseits

spanne ich  meiner Seele Flügel
vor mir das weite Land
schwebe davon
im Wind, der mich trägt

kein Schmerz, der mich hält
keine Angst, die mich quält
durchtrenne das Band
die Sehnsucht mit treibt

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Kraft und Liebe und Besonnenheit | 2. Timotheus 1,7

Kraft und Liebe und Besonnenheit

Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit.“ (2. Tim 1,7) So übersetzt Martin Luther den Vers aus dem 2. Timotheus-Brief.

Viele Menschen haben gute Gründe, sich zu fürchten. Fühlen sich abgehängt. Leiden unter schwierigen, unsicheren Lebensverhältnissen. Haben vielleicht mehrere Jobs, um irgendwie über die Runden zu kommen. Oder als Rentner, Rentnerin mit einer kleinen Rente. Ein selbstbestimmtes Leben? Ein Traum! Und auch die, denen es gut geht, die in gesicherten Verhältnissen leben, sind nicht furchtlos. Fragen sich: was ist, wenn ich vieles oder gar alles verliere?

Der Geist der Furcht. Oder auch: Geist der Verzagtheit. So spürbar in diesen Zeiten. „Das kann doch jetzt nicht immer so weitergehen“, höre ich immer wieder mal jemanden sagen. Im Vertrauen. „Das muss doch endlich wieder normal werden! Das ist ja nicht zum Aushalten! Wenn man doch irgendwas machen könnte!“ Menschen spüren deutlich, wie sich aus ihren Erfahrungen der vergangenen Monate ein immer dichteres Netz der Angst webt. Haben das ganz starke Gefühl, dass eine Zeit des Verlierens begonnen hat. Ein Ungeist, das ist er, dieser Geist der Furcht. Und Angst. Und Verzagtheit.

Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit.“

Gott hat uns mehr geschenkt. Kraft, Liebe, Besonnenheit: Damit stattet Gott mich aus. Oder, mit den Worten der Bibel in gerechter Sprache: Gott gibt uns einen Geist der tätigen Kraft und der liebevollen Zuwendung, einen Geist, der zur Vernunft bringt. Ganz egal in welcher Übersetzung, für mich ist dieser Text unglaublich aktuell. Sich nicht der Angst und Furcht ergeben. Denn das ist nicht Gottes Geist, den wir da wirken lassen. Sondern leben in tätiger Kraft, liebevoller Zuwendung und einem Geist, der zur Besonnenheit bringt. Leben aus Gottes gutem Geist.

Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit.“

Was tun? Die Fesseln der Furcht abschütteln. Keine Angst mehr haben. Christus wurde auferweckt. Jesus ist auferstanden. Gottes Zeichen für uns, dass wir nie verlassen sind. Egal was geschieht. Gottes Geist macht mir Mut. Mein Gottvertrauen in meinem Leben leuchten lassen. Das ist die Herausforderung für jede und jeden. Immer wieder neu.

Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit.“

Einen Schritt zurücktreten. Neue Kraft schöpfen aus dem Vertrauen in Gott. Dass wir unser Bestes geben. Und sicher sein, dass es weitergehen wird mit uns. Weil Gottes Leuchten unendlich ist. Und in diesem Leuchten werden immer wieder neue Formen geboren. Voller Kraft, voller Liebe und in aller Besonnenheit. Bitten wir Gott um Hilfe. Vielleicht so:

Gott, du Quelle allen Lebens. Zeigen, wes Geistes Kinder wir sind, das möchten wir. Und mit deinem Geist leben. Das Leben gestalten. Gegen die Furcht aufstehen und uns aufrichten. Mit Kraft, Liebe und Besonnenheit. Lass dich spüren, wenn wir dich um deinen Geist bitten.

Komm, du Geist der Kraft. Stärke mich. Erfülle mich. Mach mir Mut. Erinnere mich an meine Stärke. Lass mich mutig und frei weitergehen. Geist der Kraft, sei mit mir. Dass ich die Dinge bewältige, die vor mir liegen. Und die Menschen unterstütze, die mich brauchen.

Schenk mir auch Stärke, wo es richtig ist, anderen Menschen zu widerstehen. Oder „Nein“ zu sagen, wo es nötig ist.

Komm, du Geist der Liebe. Wärme mich. Befreie mich. Mach mein Herz weit. Lass mich die sehen, die Liebe brauchen. Begleite mich, wenn ich helfe. Den anderen, die andere zu lieben versuchen – wie mich selbst. Dass ich Einsame besuche, deren Not niemand sieht. Und die, die nichts Gutes mehr in ihrem Leben erkennen. Mit wachen Ohren, die zuhören und verstehen, von Herz zu Herz.

Komm, du Geist der Besonnenheit. Breite dich aus in mir. Sei mir nahe. Dass ich tue, was richtig ist und nötig. Dass ich die Dinge überlege. Und sie in Ruhe und mit Verstand tue. Dass ich nicht spontan alles tue, was mir in den Kopf kommt. Sondern dass ich auswähle, die Möglichkeiten gut abwäge. Und manches auch lasse. Steh mir bei. Dass ich die Menschen achte, ja beachte, die meine Entscheidungen betreffen.

Komm, du Geist der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit.

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fundevogel : Todesschrecken | Dorothee Sölle

Todesschrecken


Auf dem fensterbrett ausgestreckt
liegt die katze
einen tag lang hab ich sie
nicht getroffen
behext von der angst
sie könnte tot sein
 
Da seh ich ihren bauch
sich füllen und leeren
jasagen und neinsagen
aufgehen untergehen
der schimmer des fells
ändert sich wenn das licht anders fällt
 
Immer fällt das licht neu
auf alles was lebt
 
Ich umarme meine katze
und das graue gleichgültige licht
eines sommermorgens im norden
ich umarme das graue licht
es spielt noch
mit mir

Dorothee Sölle Aus: »Verrückt nach Licht. Gedichte«, S.62 ©Wolfgang Fietkau Verlag
 

Einmalig, einzigartig, unverwechselbar, unendlich kostbar!

Einmalig, einzigartig, unverwechselbar, unendlich kostbar!

14 Tage Urlaub an der Nordsee. Immer ein Geschenk. Diesen Sommer ein besonderer Genuss. Die würzige Luft. Die weite Sicht. Und natürlich das Meer. Bewegt. Immer zu hören. Meeresrauschen. Erfrischendes Wasser an heißen Tagen. Spazieren gehen. Am Strand. Ausschau halten. Nach schönen Muscheln. Nach Schneckenhäusern und Steinen. Und fündig werden. Sammlerglück! Da liegen so viele Schätze im Sand. So nach und nach füllt sich mein kleiner Rucksack auf dem Rücken.

Auf der Terrasse des alten Ferienhauses die gesammelten Kostbarkeiten sortieren. Ich staune: welch eine Vielfalt! Selbst unter den „Verwandten“: die Austernmuscheln zum Beispiel. Sie ähneln sich und sind doch so verschieden. Kleine und Große. Braun, dunkelgrau oder auch fast weiß schimmernd. Welch eine Freude! Einmalig, einzigartig, unverwechselbar. Unendlich kostbar.

Andere Menschen hatten sie liegen gelassen, nicht beachtet. Es gab doch so viele von ihnen. Und so, auf dem Tisch, im Trockenen, wirken sie doch sehr blass. Stumpf. In keiner Weise besonders bemerkenswert. Was soll man von ihnen schon halten? Ein ähnliches Gefühl haben viele Menschen meist auch, wenn sie sich klar machen: es gibt mehr als 8 Milliarden Menschen auf dieser Erde. Fühlen sich als einzelner Mensch unbedeutend, nichts Besonderes. So wie solch eine nichtssagende Muschel.

Aus der Küche hole ich eine kleine Wanne, gefüllt mit Wasser. Und lege meine Schätze hinein. So im Wasser, glänzen sie wie Edelsteine. Schimmern in vielen Farben, die vorher nicht zu sehen waren: rot, grün, blau, gelb, golden, warmes braun, sanftes grau. Die gleichen Muscheln – im Sand von vielen unbeachtet, gewöhnlich, nichts Besonderes eben. Und jetzt – benetzt vom Wasser, einzigartig schön. Jede etwas ganz Besonderes. Einmalig, einzigartig, unverwechselbar. Unendlich kostbar.

Mir wurden diese Austernmuscheln zu einem Gleichnis für uns Menschen. So, wie jede Auster bei aller Ähnlichkeit einzigartig ist – keine zwei Muscheln sind absolut gleich – so verhält es sich ja auch mit uns Menschen. Und so, wie das Besondere der Muscheln erst sichtbar wird in Verbindung mit dem Element, aus dem sie herkommen, aus dem Wasser nämlich, so kommt das Besondere der einzelnen Menschen erst zum Vorschein in Verbindung mit ihrem Ursprung, mit Gott. Mit Gottes Augen betrachtet, ist jeder Mensch einmalig, einzigartig, unverwechselbar. Unendlich kostbar.

Damit wir einander auch so sehen, stellte Gott uns „seine Brille“ zur Verfügung: die Liebe! Die meisten Eltern kennen diese Brille sehr gut. Durch sie betrachtet sind nämlich die eigenen Kinder nicht irgendein Baby oder Kleinkind wie Millionen auf dieser Erde. Ja, die eigenen Kinder sind für die Eltern etwas ganz Besonderes: ein Wunder! Einmalig, einzigartig, unverwechselbar. Unendlich kostbar.

Gott träumt, dass wir uns alle diese Brille aufsetzen. Viel öfter als wir das normalerweise tun. Unsere nächsten Angehörigen mit den Augen der Liebe ansehen, unsere Nachbarn, die Menschen in unserer Stadt, überhaupt alle, mit denen wir es zu tun bekommen. Auch uns selbst durch diese Brille betrachten. Uns selbst so sehen, mit welchen Begabungen und Fähigkeiten Gott uns beschenkte. Und Gott dafür danken. Jede und jeder von uns ist begabt. Ein Wunder! Einmalig, einzigartig, unverwechselbar. Unendlich kostbar.

Die Taufe macht das sichtbar. Führt uns an den Ursprung unseres Lebens heran. Mit Gottes Augen, durch die Brille von Gottes Liebe betrachtet, vom Wasser der Taufe benetzt, glänzt jeder Mensch in seiner Einzigartigkeit auf. Erinnern wir uns heute morgen: wir sind getauft! Gottes Kinder. Und Gottes Zusage gilt. Gottes Versprechen, bei uns zu sein, uns zu bewahren und zu behüten und zu segnen! Gottes Wertschätzung und Liebe, die uns begleiten unser Leben lang. Wir sind und bleiben: ein Wunder! Einmalig, einzigartig, unverwechselbar. Unendlich kostbar.

Meine Muscheln erinnern mich daran. Die Steine tun es auch. Legen Sie doch mal ein paar Kieseln oder Muscheln in eine Schale mit Wasser. Und staunen über die wunderbaren Farben, die feine Zeichnung! Und denken daran: wenn Gott sich schon solche Mühe gab mit einer Muschel, mit einem Stein, wie viel mehr dann mit mir! Wenn Gott in sie schon solch eine Schönheit hinein legt, wie viele Gaben schenkt er mir! Und natürlich auch den Menschen neben mir. Sie alle, wir alle sind und bleiben: ein Wunder! Einmalig, einzigartig, unverwechselbar. Unendlich kostbar.

fundevogel : Prof. DDr. Schubert: Covid-19 und die Maschinenmedizin – Münchner Rede am 12.09.2020 | Plattform RESPEKT

Prof. DDr. Schubert: Covid-19 und die Maschinenmedizin13

Auszüge aus der wertvollen Rede von Prof. D Dr. Christian Schubert am 12. September 2020  in München

„Sehr verehrte Damen und Herren,
ich stehe hier vor Ihnen als Wissenschaftler und als klinisch tätiger Arzt und Psychotherapeut. Mir geht es vornehmlich darum, Ihnen mein medizinisches Wissen und meine klinische Erfahrung zur Verfügung zu stellen, um das gesundheitliche Elend, das Kindern und Jugendlichen weltweit durch die Anti-Corona-Maßnahmen droht, abschwächen zu helfen.
Sehr verehrte Medienvertreter, ich bin weder links- noch rechtsradikal, und ich bin auch kein Corona-Leugner, sondern ich lasse mir in so bedeutsamen Zeiten wie diesen, ungern das Denken, wenn man so sagen mag, das Querdenken verbieten.
Ich bin jemand, der Tag für Tag versucht, Menschen auf ihrem Weg in eine ganzheitliche Gesundheit zu begleiten. Mit ganzheitlich meine ich, dass sich menschliche Existenz aus ganz vielen Aspekten zusammensetzt, aus unserem Körper, unserer Psyche, also unseren Empfindungen und Gedanken, unseren sozialen Beziehungen, der Gesellschaft und der Kultur, in der wir leben, unserer spirituellen Kraft und der Natur, die uns umgibt.

Die heutige Schulmedizin ist eine Maschinenmedizin, in der Psyche und Körper getrennt voneinander gesehen werden und in der man versucht, mit immer aufwändigeren Mitteln herauszufinden, welche kleinsten Teile in der Maschine Mensch defekt sind, um ihn daraufhin durch Reparatur oder gar Austauschen dieses Teils wiederherstellen zu können.
Dass dieses Medizinkonzept vom Menschen als Maschine nur dort funktioniert, wo uns wirklich nur noch mit der modernsten Technologie geholfen werden kann, nämlich bei schweren Unfällen oder in der Transplantationsmedizin … liegt auf der Hand.
In allen anderen Bereichen der Medizin, wenn es also um mehr geht als die Maschine Mensch, dort, wo wir chronisch krank werden, … versagt die Schulmedizin.
Typisch für den Reparaturgedanken der Schulmedizin ist auch, dass die moderne Medizin erst dann eingreift, wenn der Mensch schon krank und reparaturbedürftig ist.
… Das können wir in der aktuellen COVID-19-Krise sehr gut erkennen. Alles schaut auf die alten vorerkrankten, reparaturbedürftigen Menschen. Es sieht beinahe so aus, als ob die Schulmedizin alles tut, um ihre besten Kunden am Leben zu erhalten.
Und sie tut im Gegenzug alles, um neue Kunden zu produzieren – sie macht nämlich derzeit aus gesunden Kindern und Jugendlichen die reparaturbedürftigen Patienten der Zukunft. Auf diesen Skandal der Schulmedizin in der COVID-19-Krise möchte ich nun näher eingehen.

Um es vorauszuschicken, ich beschäftige mich in meiner Forschung mit der Psychoneuroimmunologie, kurz PNI. Dabei geht es darum, dass Psyche und Immunsystem miteinander in wechselseitiger Beziehung stehen. Das Immunsystem … schützt uns unter anderem vor Infektionen und verringert die Ausprägung von Infektionskrankheiten. Die ganzheitliche Forschung konnte in vielen Studien nachweisen, dass Angst und Stress exakt jene Anteile des Immunsystems beeinträchtigt, die wir für die effiziente Abwehr von Erregern benötigen.

Zum Glück können wir davon ausgehen, dass Kindern und Jugendlichen das neuartige Corona-Virus wenig ausmacht. Sehr wenige Kinder erkranken daran und unklar ist, ob sie überhaupt als Virusträger andere Menschen in gleicher Weise gefährden können wie Erwachsene. Das ist die gute Nachricht.

Die schlechte Nachricht ist, dass Kinder und Jugendliche kurz- mittel- und langfristig durch die Maßnahmen gegen die COVID-Pandemie schwere gesundheitliche Schäden davontragen können, die sogar zum Tod führen können. Diese einseitigen und kurzsichtigen Anti-Corona-Maßnahmen basieren auf den wissenschaftlichen Erkenntnissen der Maschinenmedizin, werden von den Regierungen vieler Länder teils unter Strafandrohung durchgesetzt und von den Medien in einem noch nie dagewesenen Hype verbreitet.

Ich wiederhole mich an dieser Stelle, weil es ein unglaublicher Skandal ist: Die Schulmedizin, der Staat und die Medien gefährden das Leben unserer Kinder und Jugendlichen, weil völlig unverhältnismäßige Maßnahmen zum Schutz vor einem Virus, das vor allem vorerkrankte und alte Menschen gefährdet, die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass Kinder und Jugendliche in ihrer ganzheitlichen Entwicklung behindert werden, Angst und Stress ausgesetzt und traumatisiert werden, so dass die Gefahr, später an schweren Folgeerkrankungen zu erkranken, deutlich erhöht ist und die Lebenserwartung dieser Kinder und Jugendlichen in den nächsten Jahrzehnten dramatisch verkürzt wird.

Hierzu ein paar Fakten aus der PNI-Forschung:

Wir wissen aus der Forschung, dass sich das Immunsystem des Menschen schon sehr früh, ja bereits im Mutterleib in feiner Auseinandersetzung mit Innen- und Außenreizen entwickelt. …

Wir wissen weiter, dass Menschen, die in ihrer Kindheit und Jugend schweren Stressoren der Eltern ausgesetzt waren … eine deutlich erhöhte Gefahr haben, Immunstörungen zu entwickeln und später im Erwachsenenalter Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems, Autoimmunkrankheiten und Krebs oder andere schweren Krankheiten zu entwickeln und daran zu versterben.
Hat man früh im Leben ein Trauma erlebt, sinkt – unbehandelt – die Lebenserwartung um etwa 3 Jahre, wenn man in Kindheit und Jugend mehrere der genannten Traumatisierungen erlebt, sinkt die Lebenserwartung sogar um bis zu 20 Jahre.

Viele Kinder und Jugendliche dürften in den letzten Monaten im Rahmen der Anti- Corona-Shut- und Lockdown-Maßnahmen, die sie selbst direkt und gleichzeitig indirekt ihre Eltern betrafen, starkem psychischen Stress ausgeliefert gewesen sein und aktuell immer noch teils schwer psychisch belastet sein.

Diese Belastungen ergeben sich nicht nur unmittelbar durch die Quarantänebedingungen …

Die Belastungen ergeben sich auch durch die immer noch existierenden Einschränkungen, Auflagen und Verbote, die unsere Kinder tagtäglich mitmachen müssen, im privaten Bereich und ganz besonders auch im Kita- und Schulbereich. Das verpflichtende Tragen von Atemschutzmasken in der Schule ist ein Symbol für die Gefahr einer tödlichen Virusinfektion. Es ist mit ständiger Angst, sein eigenes Leben zu gefährden, verbunden, wie auch das der anderen.

Wenn wir als Erwachsene schon Angst und Panik bekommen vor dem Killervirus Corona, wie erst muss die empfindliche Seele eines Kindes, das noch nicht die kognitive Reife besitzt, all die angstmachenden Informationen angemessen zu verarbeiten, unter den beängstigenden Informationen der Eltern, der Lehrer, der Kindergärtnerinnen usw. leiden?
… Es ist durchaus davon auszugehen, dass es Kinder gibt, die aus Angst vor Strafe und aus Angst vor dem Verschulden von Krankheit bei anderen, z.B. den Großeltern, ihre eigenen seelischen und körperlichen Beschwerden beim Tragen von Masken ertragen, nicht darüber klagen und still leiden.

Psyche und Immunsystem sind untrennbar verbunden.
… Wir mögen durch die Corona-Maßnahmen zwar etliche Lebensjahre der vorgealterten Menschen gerettet haben, wir werden aber Millionen Lebensjahre unserer Kinder verlieren, weil wir nicht präventiv denken, sondern mit einseitigen und kurzfristig gedachten Hauruckmaßnahmen aus dem Labor der Herren Drosten et al. geantwortet haben.

Es geht anders … In Schweden wurde im Rahmen der Maßnahmen gegen COVID-19 das kurz-, mittel- und langfristige Wohl der Kinder und Jugendlichen nicht aufs Spiel gesetzt. Wenn ich dürfte, ich würde Anders Tegnell, dem schwedischen Epidemiologen den Medizinnobelpreis verleihen, aus einem einfachen Grund: Weil er als Mediziner menschlicher reagiert hat als der Rest der Welt.

Abschließend meine Bitten an jene Kräfte, die es aktuell in der Hand haben, unsägliches Leid jetzt und in der Zukunft von unseren Kindern und Jugendlichen abzuwenden: An die Anti-Corona-Maßnahmen von wissenschaftlicher Seite verantwortliche MedizinerInnen: hören sie bitte auf, die Medizin, auf die ich meinen Eid geschworen habe, mit den Füßen zu treten. An all jene Regierungsmitglieder, denen wir unser Vertrauen schenken, wenn es um die staatliche Lenkung durch eine Pandemie geht: bitte hören sie auf, die ganzheitliche Gesundheit von Kindern und Jugendlichen, zu gefährden. Und Medien: hört bitte auf, die Radikalisierung in unserer Gesellschaft zu schüren und verängstigte Menschen auf beiden Seiten, jene die Angst vor COVID haben und jene, die Angst vor der Allmacht des Staates haben, aufeinander loszulassen.“

Vollständiger Text hier: Prof. DDr. Schubert: Covid-19 und die Maschinenmedizin – Plattform RESPEKT

fundevogel : Corona : Die Maske ist totalitär

Die Maske ist totalitär von Mona Pauly

(Eine Widerrede zu „Die Maske ist links“ von Elsa Koester)

„Wir dürfen uns keine Sekunde in Sicherheit wiegen“, sagte Bundeskanzlerin Merkel in ihrer Pressekonferenz am 20. April und warb in ihrer Pressekonferenz für die Verwendung von Masken. Sie gab sich umsichtig, sinnierte über Anwendungsgebiete und erklärte den Journalisten die Waschanleitung. Ihr Auftritt wurde in der Berichterstattung als besonnen aufgenommen, aber im Nachhinein markieren diese Äußerungen etwas anderes: Eine Wende in der Coronapolitik der Bundesregierung.

Zu diesem Zeitpunkt hatte die Regierung schon eine ganze Reihe von Verordnungen erlassen: Das Verbot von Massenveranstaltungen, Schulschließungen und den allgemeinen Lockdown. An diesen Entscheidungen gab es viel Kritik. Abweichende wissenschaftliche Einschätzungen lagen vor und alternative Vorgehensweisen ebenfalls. Anders formuliert: Es hätte auch andere politische Möglichkeiten gegeben, um das Infektionsgeschehen zu bremsen und gefährdete Personen zu schützen. Aber die Kanzlerin und die Länderregierungen entschieden sich für den Weg des Lockdown. Das kann man kritisieren oder unterstützen, aber eines muss man festhalten und das ist das entscheidende Merkmal für die Coronapolitik der ersten Wochen: Die Regierung hat ihre Maßnahmen begründet.

Sie argumentierte mit Zielen: Krankenhausüberlastung vermeiden. Sie argumentierte mit Zahlen: Neuinfektionen. Und sie argumentierte mit Kriterien, wie lange die Verordnungen gelten sollten: Verdopplungszahl.Im Verlauf der folgenden Wochen klärte sich die Situation. Die von der Bundesregierung ausgegebenen Zielgrößen traten ein, die Krankenhäuser waren nicht überfüllt und verschiedene Studien zeigten, dass die Prognosen zu Sterblichkeit und schweren Verläufen massiv überschätzt waren. Die Infektionszahlen und die Todeszahlen sanken deutlich, die Epidemie näherte sich dem Ende.

Als die Bundeskanzlerin Mitte April mit den Länderministern tagte, lag die sinnvollste und verhältnismäßige politische Linie auf der Hand: Alle Maßnahmen müssten aufgehoben werden. Es gab – so die Voraussetzungen überhaupt jemals gegeben waren – nun definitiv keine „epidemische Lage nationaler Tragweite mehr“.

Doch es kam anders. Das Coronakabinett tagte und die Kanzlerin beschwor – entgegen allen statistisch deutlich sichtbaren Entwicklungen – den Ernst der Lage. Deutschland befände sich erst am Anfang der Pandemie. Die Maßnahmen wurden verlängert und verschärft. Ende April galt bundesweit die Maskenpflicht.

Das war ein Wendepunkt in der Coronapolitik, auch wenn er nicht als ein solcher bezeichnet oder wahrgenommen wurde. Ab diesem Zeitpunkt änderte sich die Kommunikation und die Strategie der Bundesregierung entscheidend. Eine neue Phase begann.

In den Pressekonferenzen äußerte sich die Kanzlerin sehr teilnahmsvoll. Sie erwähnte alle Bevölkerungsgruppen, die unter ihren politischen Entscheidungen zu leiden hatten und zeigte sich betroffen von deren Belastungen. Gleichzeitig mahnte sie, dass die bisher erzielten Erfolge keinesfalls riskiert werden dürften. Alle müssten sich weiterhin disziplinieren, ansonsten drohe eine gefährliche Situation. Doch sie nannte kaum noch Zahlen. Das müsse man sehen. Es sei immer ein Zusammenspiel vieler Kennziffern. Wer es dennoch wagte, nach konkreten Kriterien zu fragen, wie lange denn die massiven Einschränkungen gelten sollten, wurde streng zurückgepfiffen. Sie verbitte sich „Öffnungsdiskussionsorgien“. RKI-Präsident Wieler sekundierte indem er betonte, es sei wichtig, keine der Regeln infrage zu stellen.

Die Politik entkoppelte sich damit von einer faktenorientierten Argumentation. Eine ominöse „zweite Welle“ wurde in die Diskussion gebracht, später auch ein „virologisches Grundrauschen“. Doch woher diese Erwartung rührte, blieb unklar. Die Pressekonferenzen wurden seltener, auch das Robert-Koch-Institut stellte seine Öffentlichkeitsarbeit inzwischen weitgehend ein.

Seit Ende April entwickelt sich die Politik nun in diese Richtung: Eine Exekutive, deren Handeln sich von den Zahlen und der tatsächlichen Entwicklung losgelöst hat. Die unverhältnismäßig agiert, dabei schwere gesellschaftliche und ökonomische Schäden hinnimmt und sich jede Kritik an ihrem Tun verbittet.

Das wäre eigentlich der Einsatz der Opposition. Die parlamentarische Opposition, unterstützt von kritischer Berichterstattung, hätte an dieser Stelle einhaken müssen. Anzeichen dafür, dass die Regierung sich an ein Narrativ klammert, das offensichtlich nicht zutreffend ist, gab es viele: Das Panikpapier aus dem Innenministerium, in dem vorgegeben wurde, wie die Bevölkerung verunsichert werden sollte. Die Analyse von dem BMI-Beamten für Kritische Infrastruktur, die ergab, dass die gesellschaftlichen Schäden um ein Vielfaches höher sein würden als der zu erwartende Nutzen. Die eigenen Erhebungen des RKI zeigten ganz andere Entwicklungen, als sie von Präsident Wieler präsentiert wurden. Die Zahlen zu den Infektionen wurden – auch in den öffentlich-rechtlichen Medien – grob irreführend dargestellt mit steigenden Balken, als ob aufaddierte Zahlen irgendeine Aussagekraft hätten. Es gab keine Unterscheidung, ob jemand mit oder an Corona gestorben ist. Eine explodierende Anzahl von Tests, die nicht nicht ins Verhältnis gesetzt wurde. Das RKI riet von Obduktionen ab. Arbeitsrechtliche Konsequenzen für Wissenschaftler, Journalisten und Beamte, die zu anderen Ergebnissen kamen. Die ganz große Frage nach dem PCR-Test und seiner Aussagekraft.

Das alles waren alarmierende Hinweise, dass die Regierung nicht transparent, verhältnismäßig und umsichtig handelt. Das heißt nicht, dass alles falsch war, aber es hätte hinterfragt werden müssen. Parlamentarische Anfragen wären dringend notwendig gewesen, besser noch ein parlamentarischer Untersuchungssausschuss. Alle oben genannten Punkte hätten auf die Titelseiten der Zeitungen und in die Talkshows gehört.

Denn, um das noch einmal deutlich klarzustellen, waren und sind die Maßnahmen eine „demokratische Zumutung“. Diverse Grundrechte wurden kassiert, die Wirtschaft an die Wand gefahren und die gesellschaftlichen Folgen des Lockdown sind aufvielen Ebenen dramatisch und werden jahrzehntelang Folgen haben.

Doch es blieb auffallend still. Gerade politisch links Denkende hätten die Regierung hinterfragen müssen, denn sie verstehen sich traditionell als herrschaftskritisch. Doch nichts dergleichen geschah. Mit einer nie gekannten Einigkeit unterstützten die Parteien im Bundestag den Kurs der Regierung. Angefeuert wurden sie dabei von nahezu allen mehr oder weniger links orientierten Medien, Bloggern, Prominenten.

Die einzigen, die von linker Seite kritisiert wurden, waren die Gegner des Regierungskurses. Und auch, wenn die Beteiligung von Rechten selbstverständlich kritisiert werden muss, so wurden bei den Demos genau die Fragen gestellt, die eigentlich von den Linken hätten kommen müssen. Warum gelten in der Krise keine Grundrechte mehr? Wieso gibt es immer noch Maßnahmen, obwohl die Sterbezahlen und schweren Verläufe so gering sind?

Doch die Linken stellen keine Fragen mehr. Sie scheinen gefangen zu sein in ihrer Überzeugung, jeder Zweifel an den drakonischen politischen Maßnahmen sei ein Verrat an Schwächeren.

Besonders deutlich wird das bei der Diskussion um die Maske als Symbol für diesen Kurs. In ihr konzentriert sich der gesamte medizinische Irrsinn, gepaart mit dramatischen gesellschaftlichen Folgen und geradezu mythisch verklärten Ideen dazu.

Die Pflicht, sich das Gesicht zu maskieren, ist ein massiver Eingriff in die Persönlichkeitsrechte. Die Regierungen der Länder, orchestriert von der Bundesregierung, erließen diese Regelung, ohne belegen zu können, dass die Maßnahme einen medizinischen Sinn ergäbe.

Wenn sich Ärzte in Kliniken vor einem gefährlichen Virus schützen wollen, dann tragen sie eine komplette Montur und gehen eventuell durch eine Schleuse. Die „Alltagsmasken“ aus Baumwolle sind medizinisch lächerlich. Hunderte Studien aus den letzten Jahrzehnten belegen genau das. Alle anders lautenden Ergebnisse, die jetzt hektisch publiziert werden, stammen aus den letzten drei Monaten, was schon mal misstrauisch machen sollte. Einige Ergebnisse wurden bereits zurückgezogen, andere sollen „überarbeitet“ werden, bei einer Studie gibt es Aufrufe von Wissenschaftlern, diese Studie zurückzuziehen, weil sie nicht haltbar sei. Aber vorher wurden alle Ergebnisse breit in den Zeitungen diskutiert, die Kritik daran taucht nicht mehr auf.

Dabei sind die gesundheitlichen Risiken von Masken gut belegt, wie die Professoren Bhakdi und Reiss aufführen. Gerade für Menschen mit Lungenerkrankungen, Herz-Kreislauf-Schwäche und Angst- und Panikstörungen. Auch im Hinblick auf Infektionen sind Masken eher schädlich. In dem feuchten Milieu gedeihen Keime und durch das ständige Anfassen werden Viren leichter verteilt. Rhinoviren sind in diesem Sommer sehr viel stärker verbreitet als sonst. In der Logik der Maskenbefürworter müssten ja auch Erkältungen weniger werden, aber das Gegenteil ist der Fall.2020 war die Verbreitung von Rhinoviren fast doppelt so hoch wie 2019

Die Bundesregierung weiß das alles. Und so tauchten neue Begründungen auf. „Natürlich geht es um den psychologischen Effekt“, äußerte Österreichs Minister Anschober. Präzise führte das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte aus, dass eine Schutzwirkung von Schutzmasken „in der Regel nicht nachgewiesen“ sei. Die Masken könnten aber „das Bewusstsein für ’social distancing‘ sowie gesundheitsbezogenen achtsamen Umgang mit sich und andere unterstützen“. In anderen Worten: Es geht nicht um den medizinischen Nutzen, sondern um das Bewusstsein. Das Bedrohungsgefühl soll aufrecht erhalten werden. Diese Begründung kann man gar nicht oft genug wiederholen, so skandalös ist sie.

Doch noch nicht einmal in diesem Moment, in dem die Regierung ihre Bevölkerung zwang, sich das Gesicht zu verhüllen, um eine Stimmung der Angst aufrechtzuerhalten, noch nicht einmal da begehrte die Linke auf.

Stattdessen entlud sich ein unglaublicher Zorn auf diejenigen, die nicht „funktionierten“. Entweder, weil sie tatsächlich einen gesundheitlichen Grund haben oder weil sie keinen Sinn in der Maßnahme sehen. Aber das darf nicht sein. Abweichler sind nicht zulässig, sondern werden aufs Übelste beschimpft. Die Folge ist eine gesellschaftliche Spaltung.

Die Linken haben mit ihren Angriffen auf Maskengegnerin den letzten Monaten erheblich dazu beigetragen, dass die gesellschaftliche Stimmung so aggressiv geworden ist. Gerade linke Politiker, Journalisten und Blogger haben Schaum vor dem Mund, wenn sie auf Maskengegner schimpfen und benutzen verleumderische und persönlichkeitsverletzende Begriffe wie „Idiot“.

Hier wird es brenzlig. Masken haben nicht nur eine medizinische, sondern auch eine psychische Dimension. Sie signalisieren ständig eine gegenseitige Gefahr und verursachen dadurch eine Stresssituation. Begründet werden die Masken mit vermeintlicher Verantwortung. Das erhöht den Stress und den Druck. Alle müssen mitmachen. Niemand darf sich entziehen. Dass das Ganze keinen medizinischen Sinn hat und auch von der Regierung nicht damit begründet wird, spielt keine Rolle mehr. Sondern es geht darum, öffentlich und sichtbar Gehorsam zu zeigen. Dieser Logik müssen sich alle unterwerfen, abweichende Meinungen sind nicht erlaubt. Es gibt ein Richtig und ein Falsch. Das spaltet die Gesellschaft in Gruppen, die sich feindselig gegenüber stehen. Wenn du nicht für uns bist, bist du gegen uns. Jeder muss sich öffentlich sichtbar bekennen: Ich gehorche oder ich widersetze mich. Und die vermeintlich „Guten“ fühlen sich doppelt und dreifach im Recht, denn sie beanspruchen Verantwortung für sich und verfolgen Andersdenkende wie Feinde. Die gesellschaftliche Spaltung spitzt sich zu. Menschen pöbeln auf der Straße oder in der U-Bahn herum, beschimpfen Maskengegner als „asoziale Elemente“ und denunzieren die Leute in Supermärkten bei der Geschäftsführung. Selbst Menschen mit Attest trauen sich nicht mehr, ohne Maske einzukaufen, weil sie so aggressiv angegriffen werden. Die Stimmung in der Öffentlichkeit ist bedrohlich, angsteinflößend und aggressiv.Denunziationen steigen rasant an.

Das sind autoritäre, wenn nicht sogar totalitäre Verhaltensmuster. Deshalb sind Masken als Symbol dieser Coronapolitik nicht links, sondern totalitär.

Die politisch verordnete Angststimmung erschwert das soziale Miteinander, triggert traumatisierte Menschen, verunsichert Kinder – was soll daran solidarisch sein?

Die Argumentation, es sei doch nur ein geringer Aufwand für einen großen Nutzen, verkennt – neben der medizinischen Komponente – vollkommen die psychische Dimension der Maskierung. Um diese Tragweite zu erkennen, reichen schon anekdotische Gespräche mit Eltern und Lehrern.

Eine Klassenlehrerin beschrieb, wie sich die Kinder verändert haben. Dass sie nicht mehr gewohnt sind, miteinander umzugehen. Dass sie im Spiel nicht mehr wissen, welche Grenzen gelten. Dass einige aggressiv sind, andere sehr zurückgezogen. Eltern berichten von ihren Kindern, die Essstörungen, Depressionen und Ängste entwickelt haben. Die meisten Kinder sind stiller geworden. Gehen weniger raus, schlafen wieder bei ihren Eltern in den Betten, sorgen sich um die unsichtbaren, gefährlichen Käfer auf ihrer Haut. Essen ist gefährlich (darf nicht getauscht werden, wird teilweise nicht mehr ausgegeben), anfassen ist gefährlich, gemeinsam spielen ist gefährlich. Schule ist ein bedrohlicher Ort geworden. Morgens gibt es Einlasskontrollen, ob alle ordnungsgemäß vermummt sind. Getrennte Pausen, Absperrbänder und Eimer mit Desinfektionsmittelüberall.

Und ein Ende ist nicht in Sicht. Die Zahlen zeigen seit April (!) eine sinkende Anzahl an Corona-Toten. Seit Wochen werden in den berichtenden Hausarztpraxen keine neuen COVID-19 Erkrankungen mehr berichtet . Bundesweit sind etwa zweihundertzwanzig Menschen wegen Corona im Krankenhaus. Zweihundert Menschen von über achtzig Millionen.

Doch die Bundeskanzlerin setzt ihren Kurs fort. Sie kündigt an, die Zügel enger ziehen zu müssen, als seien die Menschen dressierte Pferde. Die Maßnahmen im Herbst würden noch heftiger werden als im Sommer. Gesundheitsminister Spahn stellt den Karneval 2021 in Frage und das Kurzarbeitergeld wurde bereits bis Ende des nächsten Jahres verlängert.

Der gesellschaftliche Stress wird absehbar nicht weniger werden. Die Proteste dagegen vermutlich auch nicht. Das ist das Ergebnis der hysterischen, maßlos überzogenen Coronapolitik, die eine gesellschaftliche Spaltung gezielt angefacht hat. Die politisch links Denkenden haben es verpasst, diese Dynamik aufzuhalten. Den entscheidenden Kurswechsel in der Coronapolitik, weg von einer halbwegs begründbaren Gesundheitspolitik und hin zu angsterzeugenden, autoritären Maßnahmen haben sie versäumt. Sie haben all die manipulierten Zahlen, völlig überzogenen Prognosen, die kassierten Grundrechte, die einseitige Berichterstattung, die angefeindeten Wissenschaftler, die willkürlichen Regelungen, die Sprache der Regierung, die Traumatisierung der Kinder und die geforderten Unterwerfungsgesten geschehen lassen ohne jede Kritik. Durch ihr Schweigen haben sie ein Vakuum in der kritischen Debatte geschaffen, das die Rechten gefüllt haben.

Dadurch haben die linken Parteien, Organisationen, Zeitungen und Prominenten massiv dazu beigetragen, dass die Gesellschaft jetzt so gespalten ist. Hätten sie sich für einen offenen Diskurs, für Kritik, für abweichende wissenschaftliche Meinungen (da muss man nicht auf „Verschwörungstheoretiker“ zurückgreifen, da kann auch Nobelpreisträger und diverse renommierte Profs nehmen) stark gemacht, dann wäre es nie zu dieser aggressiven Stimmung gekommen. Hätte sie wenigstens für einen besonnenen Umgang, für Abwägung und Verhältnismäßigkeit geworben, wären die letzten Monate auch anders verlaufen. Hätte sie sich für die Kinder, für die isolierten Alten in den Pflegeheimen, für die in ihrer Existenz gefährdeten und von Armut bedrohten Leute stark gemacht, wäre nicht so ein Zorn entstanden.

Linke Werte wie Humanität, Pluralität, Toleranz und soziales Miteinander musste man in den letzten Monaten mit der Lupe suchen. Diese Leerstelle lässt sich nicht füllen, indem man der Maske irgendeinen solidarischen Charakter andichtet. Sie bleibt ein verkeimter Stofflappen, mit dem öffentlich sichtbar Gehorsam gezeigt werden soll.

 

11:15 h am 08.09.2020
Dieser Beitrag gibt die Meinung der Autorin wieder, nicht notwendigerweise die der Redaktion des Freitag.

Quelle: Blog: Corona ǀ Die Maske ist totalitär — der Freitag

Bald Zuhause | Rio Reiser

Bald Zuhause

Immer wenn es dunkel wird
Sitz' ich hier am Fenster
Schau' zu, wie die Welt sich dreht
Und die Sonne untergeht

Die Straßen sind mit Menschen voll
Ich weiß nicht, mit wem ich reden soll
Ich hab ein Bett, aber kein Zuhause

Oh ich wünschte ich wär' bald zuhause
Ich wünschte ich wär' bald bei dir
Oh ich wünschte ich wär' bald zuhause
Ich wünschte, Du wärst jetzt bei mir

Ich les' tausend Bücher
Und find' keine Worte
Selbst zwischen den Zeilen
Nur graues Papier

Ich weiß nicht, wohin soll ich geh'n
Hab genug gehört, genug geseh'n
Die vollen Bars und die leeren Worte. 

Oh ich wünschte ich wär' bald zuhause
Ich wünschte ich wär' bald bei dir
Oh ich wünschte ich wär' bald zuhause
Ich wünschte, Du wärst jetzt bei mir

Anmerkungen

Grundlage war der Song „Lonely Places“ (M+T: Wolfgang Michels) von 1974, zu hören auf der CD „Percewood’s Onagram: Ameurope“. Rio schrieb 1985 den deutschen Text dazu.

Für dich soll’s rote Rosen regnen

Fuer dich solls rote Rosen

Für dich soll’s rote Rosen regnen

Eine Rose oder gleich einen ganzen Strauß verschenken. Das ist der klassische Liebesbeweis. Die Rose, das Symbol der Liebe. Die Schönste der Blumen. Und doch hat sie zugleich verletzende Dornen. Wohl nirgends ist das Risiko größer, verletzt zu werden, als in der Liebe. Wenn ich mich dem anderen öffne und sie oder ihn ganz bewusst in mein Herz schauen lasse. Wenn ich ihm oder ihr auch verborgene Gefühle und Empfindungen zeige, die ich sonst niemand anvertrauen würde. Ja, so ist die Liebe.

Nur durch diese Offenheit entsteht ein gegenseitiges Verstehen. Ein Verständnis, das wirklich in die Tiefe geht. Und sofort bin zugleich auch unendlich verletzbar. Rosen haben Dornen. Lieben geht nicht ohne Risiko. Liebe wagt immer den ersten Schritt. Liebe wartet nicht, bis sie selber genügend bekommen hat. Liebe verschenkt sich. Ohne zu wissen, ob überhaupt etwas zurückkommt. Liebe gibt Vorschuss.

Vielleicht, dass ich anderen einen Gefallen erweise, mich für sie engagiere und einsetze. Und dann hinterher nicht mal ein Dankeschön! Vielleicht, dass ich anderen mit den besten Absichten helfen möchte. Doch sie wollen diese Hilfe gar nicht. Vielleicht, dass andere sogar behaupten, ich wolle mich durch meine Hilfsbereitschaft nur selbst hervortun. Das alles kann sein.

Rosen haben Dornen. Lieben geht nicht ohne Risiko. Die Bibel wagt es, von Trost und Hoffnung angesichts von Schmerzen, von Leid und Tod zu sprechen. Da tragen die Dornen Rosen. Und Tröstung und Trost ereignen sich. Im letzten Buch der Bibel, in der Offenbarung, lesen wir: „Gott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen.“ (Offb 21,4) Umfassender Trost angesichts des Leids. Für alle.

Wenn uns jemand die Tränen abwischt, dann ist das eine Geste großer, behutsamer Zärtlichkeit. Eine Mutter wischt dem Kind die Tränen ab, wenn das Schlimmste überstanden ist. Wenn das Ende des Unglücks wie ein Silberstreif am Horizont in Sicht ist. Tränen abwischen ist eigentlich ein sehr bescheidener Dienst. Ändert nichts an den grundlegenden Umständen. Tränen abwischen geschieht ganz sanft, nicht gewaltsam. Allerdings muss ich dabei stillhalten. Sie mir abwischen lassen. Sonst geht es nicht. Schreien und zappeln darf man nicht. Trotzdem schluchzen wir oft noch, während unsere Tränen getrocknet werden.

Durch unseren Schmerz müssen wir durch. Durch unsere Niederlagen, unsere Misserfolge, unser Scheitern. Durch die Folgen unseres Tuns und unseres Lassens. Durch all das, was offensichtlich unvermeidlich ist. Doch wenn wir durch den dunklen Tunnel hindurch sind, dann wird Gott wie einer sein, der uns die Tränen abwischt. Der weiß, was wir leiden. Der nicht fragen muss. Gott wird sein wie eine Mutter, die Bescheid weiß. Die die Tränen trocknet. Wie wenn Gott sagen wollte: Du brauchst jetzt nicht mehr zu weinen. Es wird alles gut. So ist die Liebe.

Manchmal pustet eine Mutter dann auch noch, um die letzten Spuren zu trocknen. So wie damals, als Adam und Eva geschaffen wurden. Und Gott sie anpustete. Wie der Auferstandene am Ostertag die Jünger anblies und sagte: „Empfangt den heiligen Lebensatem Gottes. Ich lebe und ihr sollt auch leben.“ Der Lebenswind Gottes trocknet auch unsere Tränen. So wird Gott sein. Und so ist er jetzt schon. Den Gott, der unsere Tränen abwischt, den gibt es auch jetzt schon. Zu Gott können wir immer mit unseren kaputten Knien kommen. Es kann sein wie nach Hause zu kommen. Die verkrampften Hände und Herzen lösen. Die Tränen laufen lassen.

Gott ist wie eine Klagemauer. Einmal wird Gott unsere Tränen abtrocknen. Schon jetzt dürfen wir Gott alles sagen. Und vor Gott sein, wie wir sind. Uns ausweinen. Gottes gute heilige Geistkraft trocknet unsere Tränen – schon heute. Und wer weiß, vielleicht werden uns auch rote Rosen regnen. Rosen der Liebe. So wie im Chanson:

„Für dich soll’s rote Rosen regnen. Dir sollten sämtliche Wunder begegnen. Die Welt sollte sich umgestalten und ihre Sorgen für sich behalten. Für dich soll’s rote Rosen regnen. Dir sollten sämtliche Wunder begegnen. Das Glück sollte sich sanft verhalten, es soll dein Schicksal mit Liebe verwalten. Für dich soll’s rote Rosen regnen. Dir sollten ganz neue Wunder begegnen. Dich fern vom alten neu entfalten, von dem, was erwartet, das meiste halten.

Zitat

fundevogel : David Rovics: Another World | HINTER DEN SCHLAGZEILEN

 

„Eine andere Welt ist nicht nur möglich, sie ist schon im Entstehen. An einem ruhigen Tag kann ich sie atmen hören.“ So ein bekanntes Zitat der indischen Schriftstellerin und Aktivistin Arundhati Roy. Der Neo-Protestsänger David Rovics griff den Slogan auf und machte daraus eine pointierte Abrechnung mit der der Gewalt in seinem Land.

über David Rovics: Another World — HINTER DEN SCHLAGZEILEN

fundevogel: Berechtigte Frage | Amir Mortasawi

Berechtigte Frage (23.8.2020)

Ullrich Mies gewidmet*

Berechtigte Frage

Hoffentlich werden meine Enkelkinder
wenn sie älter sind
mir die berechtigte Frage stellen
was ich im Jahre 2020 gemacht habe
Ich werde sie liebevoll umarmen und erzählen
Das Leben ist der beste Lehrmeister
Deshalb habe ich stets versucht
aus der Geschichte zu lernen
die entscheidenden Eigentumsverhältnisse zu erfassen
und deren Wirkung auf die laufenden Geschehnisse

Aufrichtig und sorgfältig habe ich hingeschau
wie die Entscheidungsträger in unserer Gesellschaft
sich bei den früheren Ereignissen verhalten haben
bei der BSE, Schweinegrippe oder Vogelgrippe
bei Agenda 2010 oder Hartz IV
beim Umgang mit der Allmende
bei der Privatisierung der öffentlichen Daseinsfürsorge
bei den illegalen Kriegen gegen Jugoslawien
Afghanistan, Irak, Libyen oder Syrien
bei der Aufarbeitung der Vorfälle vom 11.9.2001
bei dem sogenannten Krieg gegen den Terror
bei Rüstungshaushalten und Waffenexporten
bei Staatsstreichen in der Ukraine, Bolivien oder Venezuela
bei den verheerenden weltweiten Wirtschaftssanktionen

Diese Erkenntnisse und Erfahrungen
habe ich versucht folgerichtig umzusetzen
um die tiefgreifenden Umwälzungen im Jahre 2020
zu begreifen und behandeln
Dabei habe ich mich stetsvon der Überzeugung leiten lassen
dass tief in den meisten Menschen
die Sehnsucht nach Wärme und Nähe lodert
und dass das umfassende Lieben der Erde
die Grundlage unseres Lebens ist
֎֎֎

* https://amirmortasawi.files.wordpress.com/2020/08/u.-mies-22.8.2020.pdf

Quelle: Berechtigte Frage – Amir Mortasawi (alias Afsane Bahar) (امیر مرتضوی (افسانه بهار

hellsichtig: Ein Neues Kapitel | Hanns Dieter Hüsch

huesch zugabe

Hanns Dieter Hüsch, Ein neues Kapitel

Ein Neues Kapitel ist ja oft ein letztes Kapitel
Die Zeit läuft ab, die Welt steht kopf
Die Geschichte ist krank, die Säugetiere sind ratlos
Gott ist es leid
Die Seuchen sind auf dem Vormarsch, die Völker beginnen zu wandern
Die Erde hat Angst
Mensch - sag immer - Mach Dir klar
Daß Du vielleicht bald schon dran bist
Daß vielleicht schon bald Dein Guatemalteke im Vorgarten steht
Und Dein Kurde durch die Hintertür kommt
Um Dich ans Kreuz zu nageln
Denn sie haben lang genug gewartet
Auf das kleine Stückchen Brot das Du achtlos wegwarfst
Und auf eine kleine anständige Behandlung an Leib und Seele

Mach Dir klar - Mensch
Daß der Untergang des Mittagsschläfchens begonnen hat
Karibik auf die Schnelle, seidener Jogginganzug, 
Klassik im Freien, Lachs mit Pommes
Und immerzu Volksmusik, bis zum letzten Atemzug, wohlmöglich Volksmusik

Das wird bald vorbei sein
Die Reise nach Sodom wirst Du wahrscheinlich leider stornieren müssen
Du hattest doch immer eine Ausrede zur Hand
Ein Bettler war doch immer ein falscher Bettler
Das sieht man doch hast Du gesagt, daß der Bart angeklebt ist
Das sieht man doch an der ganzen Haltung
Die hat er bestimmt stundenlang zuhause vor dem Spiegel eingeübt
Wahrscheinlich hat er um die Ecke einen dicken Wagen stehn
Das sieht man doch, bestimmt sogar
Und begingst Bettlerflucht

Doch diesmal wirst Du nicht weit kommen
Dein schmutziger Himmel wird wie ein Zirkuszelt über Dich fallen
Und Du strampelst darin wie eine alte Fliege im Spinnennet
Du wolltest nicht mit allen Lebewesen gleich sein
Du wolltest immer mehr als alle haben
Du wolltest auch nicht einmal Deine überflüssige Habe mit Vielen teilen
Du hast mit angesehen wie Kinder und Tiere in Mülltonnen geworfen wurden
Du bist nicht aufgestanden 
und hast Deinen gewählten politischen Damen und Herren
Auf die Finger geklopft, die Türen eingerannt
Sie angefleht, der Grausamkeit ein Ende zu bereiten
Du hast nur immer so getan, als wüßtest Du von nichts - 
doch alles wußtest Du
Alles von morgens bis abends
Und in der Nacht kamen die Bestien und vergewaltigten die Frauen
Und Du hast nur gedacht \'We furchtbar\'
Hast nicht gesagt \'Es ist auch meine Schuld\'
Bist nicht herumgelaufen und hast gesagt \'Macht ein Ende\'

Ich übrigens auch nicht
Bin auch nicht herumgelaufen und es ist auch meine Schuld
Ich habe auch nicht gesagt \'Macht ein Ende\'
Drum los, meinte ich immer, kommen wir nochmal auf die Beine
Bewegen wir uns nochmal, versuchen wir es noch ein einziges Mal
Mit unseren kleinen Waffen, mit unseren wirklich winzigen Mitteln
Mit Wort und Lied Dialog und Dialektik
Dass aus dem Weinen vielleicht wieder Lachen wird
Trost und Versöhnung

Ein Neues Kapitel Kann auch ein Erstes Kapitel sein.
Menschenskind! Und wenn ich auch nichts mehr hörte
Von all diesen furchtbaren Reden und schnellen Begierden
Und eitlen Lügen und falschen Beweisen
Und all dem geschichtlichen Zeugs aus Brunst und Bestechung
Und wollte mich in mein Gehäuse verkriechen
Schweigend und schwierig im Umgang
Und nichts mehr singen und sagen
Gott sitzt in einem Kirschenbaum und ruft die Jahreszeiten weiter aus
Er träumt mit uns den alten Traum vom großen Menschen aus
Wir sind die Kinder die er liebt
Mit denen er von Ewigkeit zu Ewigkeit das Leben und das Sterben übt
Er setzt auf uns, er hofft auf uns
Daß wir uns einmischen, daß wir seine Revolution der Liebe verkünden
Von Haus zu Haus an die Türen nageln, 
heiß in die Köpfe reden, in die Herzen versenken
Bis die Seele wieder ein Instrument der Zärtlichkeit wird
Und die Zärtlichkeit musiziert und triumphiert
Und die Zukunft leuchtet.