Positionen – Gabriele Haefs

So wunderbar logisch argumentiert – das muss ich mir nahe ran – also hierher auf meine blog-seite holen. Allerbest! Danke!

Herland

Kaiser Wilhelm und der Frust des Chamäleons

Von Gabriele Haefs

Gabriele Haefs_Miguel Ferraz Foto: ©Miguel Ferraz

Als Übersetzerin muss ich ja eigentlich ein Chamäleon sein und in die Sprache von anderen schlüpfen, und dabei ganz neutral bleiben, es heißt ja schließlich „das“ Chamäleon. Aber oft denke ich, es könnte „der“ Chamäleon heißen – so männlich geprägt ist die Sprache in gar zu vielen Übersetzungen. Ich glaube nicht einmal, dass es so gewollt ist, aber das Männliche gilt nun einmal als „normal“, und also wird männlich übersetzt und das soll dann „neutral“ sein. So ungefähr habe ich es immer wieder erlebt – und der Frust wird dann besonders groß, wenn ich es zur Sprache bringe und nur auf blöde Blicke stoße.

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Zu Pfingsten 2017 gepredigt.

Soo wird es für mich Pfingsten, tröstlich, geistlich, fröhlich, seligmachend … danke 🙂

zwischengerufen

Stiftskirche Windecken, Verabschiedung aus dem Gemeindepfarramt daselbst (Joh 14, 15-19. 23b-27)

Hier ist der Text.

Jesus sagt: Wenn Ihr mich liebt, zeigt es dadurch, dass Ihr tut, was ich Euch gesagt habe. Ich werde mit dem Vater sprechen, und er wird Euch einen anderen, der tröstet, geben, so dass Ihr nie ungetröstet sein werdet. Dieser Tröster ist der Geist der Wahrheit. Die gottlose Welt kann ihn nicht annehmen, weil sie keine Augen hat, ihn zu sehen; sie nicht weiß, wonach sie schauen soll. Ihr aber kennt ihn, weil er bei Euch geblieben ist und in Euch bleiben wird.

Ich werde Euch nicht als Waisen zurücklassen. Ich komme zu Euch. In Kürze wird die Welt mich nicht mehr sehen, Ihr aber wohl, weil ich lebe und Ihr auch leben sollt.

Wer mich liebt, wird mein Wort sorgfältig hüten und mein Vater wird ihn lieben und wir werden zu ihm kommen und…

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Die Pfingstgesellschaft: müde

Danke für den Hinweis auf Byung-Chul Han und seine Idee von der jubelnden Pfingstgesellschaft. In meiner Kirche heute morgen, in der ich nach über 5 Jahren wieder einmal zu Gast war und eine 94jährige dorthin begleitete, war davon leider nichts zu spüren – ich sehne mich doch so danach. Wünsche Dir dass Du am Pfingstmontag mehr erlebst :)))))

humorladen

csm_gottesdienst_pfingsten_ffm11_qrita_deschner_1380_feat_8b42363b4dQuelle: Veranstaltungsseite der EKHN zum Pfingsfest auf dem Frankfurter Römer

Schaffens- und könnensmüde – so sind die Menschen unter den derzeitigen Bedingungen des Arbeitsmarktes, sagt der Philosoph Byung-Chul Han, der sich intensiv mit dem Menschenbild befasst, das neoliberaler Wirtschaft entspricht. [1]. Dass wir viel schaffen, arbeiten und erfolgreich bewältigen, und daher auch rechtschaffen müde sein dürfen, das ist eine Sache. Der Begriff der Könnensmüdigkeit erstaunt. Nach Han leben wir in einer Gesellschaft, die alles für möglich hält und den Einzelnen abverlangt, alles möglich zu machen. Das Arbeiten an sich ist dabei nicht das Problem, sondern das „Zuviel“, ein „Zuviel am Gleichen“, ein „Übermaß an Positivität“. Eben diese Positivität ist es, die den Menschen zu einem Leistungssubjekt, zu einem „animal laborans“ (23) macht, ohne dass dahinter ein offensichtlicher Zwang stecken müsste.

Es funktioniert auch ohne Gehorsam und strenge Disziplin.  Es ist nicht mehr die Disziplinargesellschaft mit ihren Verboten, mit…

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PredigtSlam >>Gnade<< – Martin zu Füßen

Martin, zu deinen Füßen

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Gratia - Grazie - Grace - Gratia
Sola gratia
Allein - durch - Gnade
Deine reformatorische Erkenntnis, Martin.
Gnade - so hörte ich,
so las ich - JA!!!
Immer wieder

Das klang so schön:
Voll Barmherzigkeit,
voll Gnade
sieht Gott mich an - oohhh
liebt mich wie ich bin - oooohhhhh
befreit mich - ja
erlaubt mir neu zu werden - wow
immer wieder

gibt mir das Recht,
eine andere zu werden - JA!!!!!
immer wieder

Oh, das klingt so schön:

(singt) Amazing grace 
How sweet the sound 
That savend a wretch 
Like me!
I once was lost 
But now I'm found
Was blind,
But now, I see.

Aber - seltsam -
wirklich seltsam.
nur selten war,
ist mein Leben wirklich so -
so voll Gnade.

Immer wieder:
Ansprrüche
Anforrderrungen
Drruck
Strress

Bitte tun Sie dies
und noch das 
und das auch
und und und ...
immer wieder

Da!
Gnade

geschenkt
frei
bedingungslos
voll
befreiend
rettend
immer wieder

Und dort! 
Ungnade

Höchste Ansprüche
Eingezwängt
Unter Druck
Von innen und außen
immer wieder

Gna-den-lo-sig-keit
immer wieder

Ergebnis:
"Die Ballade
über die Gnade - 
eine Hitparade!"

Es reimte in Vechta zur Gnade
'Ne Pfarrerin "Kirchenfassade"
Fand Jade, Limonade. 
Auch die Harlekinade,
Fand raus aus der Schreibblo....blockade.

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Bruder Martin ersehnte die Gnade -
Sollte bei ihm sein- auf - seinem Pfade.
Fand Christus dazu
Und den Glauben im Nu -
Da halfen ihm - die - Doktorgrade.

Ein Pfarrer sprach sonntags von Gnade.
Frau konnt's nicht versteh'n - jammerschade.     
Das Hörgerät war defekt,
So dass bei allem Respekt
Ihr die Augen zufiel'n samt Kinnlade. puhhh....

Ein Sterbender lauschte die Gnade.
Vernahm sie als Serenade
So liebestoll heiß
Auch liebevoll leis
Ertönte von fern Meergestade. schschsch...

Doch Bless you-2 vollerr Gnade
Als Segensrroboterr voll fade.
Wir rufen: oh Gott!
Was ist das für ein Schrott!
Das ist ja wie bei Scheherezade!

Geflüchtete flehen um Gnade.
Sie SCHREIEN:"Hinweg die Blockade!"
Doch: Runter die Rollade!
Gebaut die Barrikade!
Hier habt ihr zum Trost Schokolade!

Der Geld- und Finanzmarkt ignoriert 
                            die Gnade.   
Poliert lieber auf die Glitzerfassade.
Hält nix von Fair Trade
Nur KÖÖÖ_penickiade
Statt voll Gnade lieber Krisen selfmade.

Doch der Müll um uns rum möcht gern Gnade...   
der Müll?
DEER MÜLL

der Müll im Behälter
der Müll im Beutel
der Müll im Eimer - - -

Müll im Sack
Müll im Schlucker
Müll in der Tüte
Müll im Auto - - -

der MüLLllllll...

Der Biomüll
Der Restmüll
Der Verpackungsgmüll 
Der Plastikmüll
Der Sperrmüll 

Hausmüll 
Papiermüll 
Elektronikmüll
Sondermüll 
Deponiemüll 
Problemmüll 
Giftmüll

der gesammelte Müll
der abgefahrene Müll
der getrennte Müll 

Erde zu Erde, 
Asche zu Asche, 
Staub zum Staube

der sortierte Müll
der verwertete Müll
der recycelte Müll
der verbrannte Müll
der bezahlte Müll
der strahlende Müll

der Atommüll
der MÜLL

Ja___
Der Müll überall möcht gern Gnade
Da muss noch was sein - - 
              nicht nur Schimpftirade!
Müll wird sauber getrennt,
Doch zusammen gut brennt -
Ergibt eine lustige Feuerkaskade.

Und ein Herr aus Colnrade sprach: Gnade
Gildet nicht für_ die auf Kriegspfade_
_n - Obama, schau her -
Drohnenmörder ist er -
Tausendfach traf er schnurgrade. 

Ja, das ist so_ was mit der Gnade - - -
Ist doch Anmut, befreit, jetzt - grade!
Ist Barmherzigkeit,
Ebenbildlichkeit
Wirkt als Gottes Geschenk - Myriade.

Es sang Maria erfüllt mit Gnade:
Gott hat sich zu mir jetzt eingelade.
Wächst als Mensch in mir 
Kommt auf Erden hier -
Ja, das nenne ich Love - Parade!"

Jedes Neugeborene bringt uns Gnade
Und Barmherzigkeit, Liebe up-grade
voller Anmut und Zartheit,
So voll Freude und Wahrheit
Und gerade zu schmelzen wir - Hitzegrade!

Mir wird ganz heißßßß___

Die Zeit der Gnade
Ist jetzt:
Wie eine Umarmung
Der Blick der Liebe
An - ge - se - hen bin ich
Gott sieht mich an
mich, jaaaa mich! JA!!!

Zugleich vollkommen
und unvollkommen -
so wie ich bin!

Ich bin verwandelt.

Ich werde beschenkt:
Mitgefühl
Zartheit
Empathie
Zärtlichkeit
Freude
Liebe
Barmherzigkeit
Gnade
Mercy and Grace - jjjjaaaAAAA!

Mein Herz singt vor Freude:

Mercy is falling, is falling, is falling,
mercy it falls like the sweet spring rain.
Gott, deine Gnade sie fließt
und durchdringt mich ganz.
Heyoh, du schenkst mir Gnade,
heyoh, und Barmherzigkeit.
Heyoh, I will dance forever more.

7 goldene Schreibregeln zum effektivsten Autoren-Tipp der Welt

Das macht mir Mut!

Textflash - Mikaela Sandbergs unmögliche Autorenseite

1. Nimm Stift und Papier, einen Computer oder was immer dir als geeignet erscheint und SCHREIB.

2. SCHREIB von links nach rechts oder von rechts nach links, gern auch von oben nach unten oder umgekehrt oder auch diagonal, je nach dem, in welchem Schreibsystem du dich ausdrücken willst.

3. SCHREIB mit Buchstaben, die der Leser versteht, seien sie nun arabisch, kyrillisch, chinisisch, japanisch – was immer du zur Hand hast.

4. Denk dir was aus oder auch nicht, lass es fließen, wo immer du auch gehst und stehst, nur SCHREIB!

5. Hebe zwischendurch den Blick und sieh dir die Welt an. Danach: SCHREIB!

6. Sprich mit anderen, damit du nicht zum Einsiedler wirst. Vergiss darüber das SCHREIBEN nicht.

7. Zum Schluss jedoch die wichtigste Regel: SCHREIBEN ist mehr als das bloße Aneinanderreihen von Buchstaben. SCHREIBEN ist mehr als eine Kulturtechnik. SCHREIBEN ist die Freiheit des Geistes, allein und mit anderen…

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Heute ist Sperrmülltag für das Wörtchen „nur“

Ich kann nur gut was vortragen, am schreiben hapert es doch noch reichlich. Überhaupt kann ich eigentlich nur literarische Rezeption und dann irgendwie was draus machen …

Textflash - Mikaela Sandbergs unmögliche Autorenseite

Sätze, mit denen man sich klein macht:

  • Ich habe bisher nur Kurzgeschichten in Anthologien veröffentlicht. Upgrade: Ich habe bisher nur eine Kurzgeschichte in einer Anthologie veröffentlicht. Aber du hast was veröffentlicht!
  • Ich schreibe nur Fantasy / Krimis / Liebesromane / füge ein Genre deiner Wahl ein. Das bedeutet, du hattest eine Idee, du hast die Idee ausgearbeitet, du verfolgst diese Idee konsequent bis zu einem Punkt X, du hast dich mit allem, was du hast, in diese Idee hineingestürzt, kurz: Du hast den Mut gehabt, aus deinen Gedanken etwas Neues entstehen zu lassen.
  • Ich schreibe nur Lyrik. Weißt du, zu welchen lyrischen Höhenflügen die meisten Autoren fähig sind? Lies das: Himmel, Ar*** und Zwirn, man reiche dem Schreiber Hirn, der schreibt und nicht erkennt, dass Lyrik … Ja, und hier hört’s auf, weil mein Wortschatz mich im Stich lässt. Du schreibst Lyrik! Verdammt! Das ist die Königsdisziplin!
  • Ich schreibe nur…

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Aufruf zur 4. Blogaktion: Totenhemd meets Poetry – Phase 1: Wörter sammeln!

Danke nochmals – Ihr habt mich richtig gut „in Gang gebracht“. Wörter sammeln, auswählen und dann schreiben – das geht so gut! LG, Hiltrud

Totenhemd-Blog

img_3977Liebe Worttüftler*innen, Gottespoet*innen und Reimeschmieder*innen,
wir laden Euch ein zu unserer 4. Blogaktion im März!

Die Challenge
Da wir uns zur Aufgabe gemacht haben, die Leute dazu zu bringen, mehr, leichter und offenherziger über das Thema „Sterben“ zu reden, soll es genau darum gehen. Es soll explizit nicht ums Trauern gehen, sondern ihr kreiert Texte, die Leute dazu locken, über´s Sterben zu reden. Sich überhaupt erst mal zu trauen. Muss nicht tiefgehend sein, darf aber. Darf Lachen und Weinen, Schimpftiraden und Liebesschwüre hervorbringen.

Die Form diesmal: Poetisch!
Kurz oder episch,
gereimt oder als Haiku,
freestyle, slammig oder als Elfchen,
humorvoll, träumerisch, skurril,
ein Spiel mit Worten.

Alles, nur keinen klassischen Blogtext, Ihr Lieben.

Damit das alles noch ein bisschen mehr aufgemischt wird, gibt es jetzt „Phase 1“
Wir sammeln Wörter, die später in den Texten auftauchen werden, denn eine weitere Spielregel lautet: verwende 1-3 Wörter aus unserer Sammlung!

Petra und…

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Schöner Schein

Clowninnen sind doch so schööön und unmodisch und wunderbar anzusehen :))) danke, herzlich grüßt Carlotta

humorladen

cropped-dscf53951.jpg         „Du musst keine gute Figur abgeben!“

Das ist ein Leitsatz in der Clownerie. Wenn andere fragen: „Wie
sehe ich aus?“, staunt die Clownin darüber, was sie zu sehen         kriegt. Dabei beachtet sie weniger den neuesten Modetrend, die    schlankeste Taille, das lässigste Outfit. Sie sieht eher, wie jemand daher kommt, wie aufmerksam das andere Augenpaar ist, ob jemand einen Verband hat oder so. Selbst hat sie ja auch so allerlei. Rücken oder Knie oder Verwirrtheit oder Verträumtheit. Trotzdem fühlt sich das ganz schön frei an, nicht perfekt eben und nicht einmal auf der Suche nach der bestmöglichen Perfektion. Aber schön bunt sind sie, nicht wahr, diese Drei?

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