fundevogel : Deine Trauer – staubfaenger

Die Trauer und Du …
Die Trauer, dein Gast, erst unerwünscht, später mal eine Freundin?
Sooo schöööön!

Staubfänger

Manchmal stören Gäste. Sie sind lästig. Besonders, wenn Du sie nicht eingeladen hast. Ein Gast, der sich einfach in Dein Leben drängt, egal, wie sehr Du Dich auch bemühst, ihn von Dir fernzuhalten. Manchmal hast Du alles versucht. Warum ausgerechnet zu mir? Bleib doch einfach, wo Du bist! Sogar die Tür wolltest Du vor ihm verschließen, wegfahren, nicht da sein.

Doch am Ende musst Du aufmachen und ihn reinlassen. So schwer es fällt. Unglaublich aufdringlich ist dieser eine Gast.

Gerade hast Du Dich mit Tränen und Schmerzen verabschiedet von einem Teil Deines Lebens. Einer, den Du gern noch da behalten hättest: Der ist gegangen. Und es ist im Moment weder Gedanke noch Wunsch, irgendjemanden hereinzulassen.

Stuhl und Bett sind leer geworden. Ein Teller zu viel kommt aus dem Schrank. Wege, die Ihr zusammen gegangen seid, liegen voll abgefallenen Herbstlaubes. Draußen regnet es – immer. Und jeden Abend wird es früher…

Ursprünglichen Post anzeigen 1.035 weitere Wörter

fundevogel : Heute habe ich wieder gesagt bekommen, dass Kirche verstaubt und seltsam sei … – staubfaenger

Oh jaaaaaa, mal ordentlich Staub aufwirbeln 🙂

Heute habe ich wieder gesagt bekommen, dass Kirche verstaubt und seltsam sei. Ich behaupte, dass das ein oder andere Staubkorn nicht die Negativkonnotation verdient, die es immerzu auf sich hat. Sammeln wir doch mal den Staub auf und wirbeln ihn ein bisschen durch – wir werden schon sehen … Fangen wir also an und den Staub auf!

Oh jaaaaaa, mal ordentlich Staub aufwirbeln 🙂 Heute habe ich wieder gesagt bekommen, dass Kirche verstaubt und seltsam sei. Ich …

Weiterlesen

Ursprünglichen Post anzeigen

Es werde licht!

Es werde licht

 

Es ist finster.

Stockdunkel.

Eine Stimme sagt:

„Es werde Licht!“-

So fängt alles an.

So beginnt die Schöpfung,

der erste Tag.

„Es werde Licht!“-

So beginnt die Welt

und aller Tage Anfang.

Licht statt Finsternis.

Leben kann entstehen,

und später dann:

die Menschen.

Gottes Ebenbild.

„Es werde Licht!“-

Thema der Adventszeit.

„Es werde Licht!“-

die zweite Kerze brennt.

Macht den dunklen

Dezember,

die Winterzeit

etwas heller.

Wir singen:

Mache dich auf,

werde licht!

Getragen von Hoffnung.

Dass uns

ein Licht aufgehe!

Wenn es geboren wird,

das Kind von Bethlehem.

Allemal besser,

ein Licht anzuzünden

allemal besser,

aufzubrechen.

Aufbruch

Mache dich auf,

werde licht.

hell, durchschaubar,

wie ein Engel,

der das Licht nicht

für sich behält,

vielmehr durch sich

hindurchfließen lässt.

Denn siehe: Finsternis

bedeckt das Erdreich

und Dunkel die Völker.

Mache dich auf;

denn deine Lichtquelle

ist Gott,

Ursprung aller Licht-Energie.

Sie strömt in dir

und von dir aus

in alle Finsternis der Welt.

Denn dein Licht kommt und

die Herrlichkeit des Herrn

geht auf über dir.

Mache dich auf

und leuchte

in den Dunkelheiten;

dann werden die Menschen

sich von deinem Licht

entzünden lassen und

es wird hell auf der Erde –

nicht unendlich,

aber endlich.

Denn über dir

geht auf der Herr

und seine Herrlichkeit

erscheint über dir.

Jesaja 60, Hans Dieter Hüsch

Berührende Worte.

Segensgebet und

Ermunterung:

Gesegnet von Gott,

meiner Lichtquelle

auch in der Finsternis,

mich aufmachen,

das Licht

weitergeben.

Himmlisches Licht.

Lichter entzünden.

Dass es hell werde

und leuchte.

Lichter entzünden,

dass es hell werde

in den Herzen

der Traurigen.

Lichter entzünden für

die gestorbenen Kinder,

vor Gott an sie denken.

Unvergessen bleiben sie,

bei uns und bei Gott,

ob sie nur kurz

oder länger mit uns lebten.

Lichter entzünden,

die Dunkelheit durchbrechen,

Trauernde trösten,

wärmen und

stärken.

Aufbrechen.

fundevogel : 7. Dezember 2018 (Adventskalender für Trauernde) – das erste trauerjahr

Eine ganz wunderbare Idee eines speziellen Adventskalenders für Trauernde – sehr gelungen bisher.

Das erste Trauerjahr

Cover_vorne

Begreifen, was nicht ist: Das ist das, was Daniela Berg versucht, als ihre 15-jährige Tochter Marlene ein halbes Jahr nach der Diagnose an den Folgen einer Krebserkrankung stirbt. Als Freie Theologin und Trauerrednerin war es ihr schon immer wichtig, besondere Anlässe mit passenden Zeremonien zu begleiten und Rituale für auch herausfordernde Ereignisse zu gestalten. Das merkt man auch in ihrem Buch „Begreifen, was nicht ist“.

Wir begleiten sie in diesem Buch auf ihrem Weg durch die Trauer. Im Klappentext steht: „Zugleich ist es ein Buch über Mut und Hoffnung, Freude und Glück, Liebe und Verbundenheit und gibt tröstende und vielleicht sogar hilfreiche Impulse für Menschen in ähnlichen Situationen, den eigenen Weg der Trauer zu gestalten.“ Ein Satz, den ich für dieses Buch nur doppelt und dreifach unterstreichen kann. Es ist berührend ohne zu sehr zu belasten, so kann man sich als Leser gut auf einen Weg einlassen, der aus mehr besteht, als aus den Gegenpolen Glück…

Ursprünglichen Post anzeigen 188 weitere Wörter

fundevogel : Pflege – ein Wintermärchen – monjaschuenemann

Ein wahrlich bitteres und wahres Wintermärchen – brrrrrrr……

monjaschuenemann

In einem unheimlich reichen Land lebte einmal eine Patchworkdecke. Sie hieß Patchy und ihre Aufgabe war die Pflege. Das war keine leichte Aufgabe, oh nein. Sie sollte die Frierenden wärmen, die Kranken zudecken , die Müden hochhalten, die Entkräfteten aufrichten. Patchy war schon alt, sehr alt. Vor hundert Jahren hatte man sie geflickt, aber nicht sehr geschickt. Damals bestand sie noch nicht aus so vielen Stückchen wie heute. Das Stück, aus dem sie früher bestand, das wusste sie noch, waren die Frauen. Sie waren berufen. Ihr Rahmen bestand damals aus Männern, die ihr sagten, wie sie die Frierenden zu wärmen, die Kranken zuzudecken und die Müden hochzuhalten hatte. Der Rahmen verlangte viel von ihr. Sie hatte nur in die Richtung zu gehen, die der Rahmen ihr befahl. Das gefiel ihr nicht. Jeden Tag, tagein, tagaus, machte sie ihre Arbeit. Und der Rahmen schrie und zerrte an ihr und nie wurde…

Ursprünglichen Post anzeigen 826 weitere Wörter

Zitat

fundevogel: Auf Station: Patientenbericht aus einem deutschen Krankenhaus – Neue Debatte

Genauso sind auch meine Eindrücke als Krankenhausseelsorgerin.

Auf Station: Patientenbericht aus einem deutschen Krankenhaus

über Auf Station: Patientenbericht aus einem deutschen Krankenhaus – Neue Debatte

fundevogel : Das Memory Book – Totenhemd-Blog

Wunderbare Idee: ein Erinnerungsbuch zur Verbindung mit den Verstorbenen. Danke.

Totenhemd-Blog

Prinzip-Apfelbaum_Trauer_Impulse_Erinnerungen_Memory-Books_1-256x256.jpg https://magazin.mein-erbe-tut-gutes.de/impulse/erinnerungen-in-verbindung-bleiben/

Auf der Facebook Seite „Das Prinzip Apfelbaum“ habe ich gerade diesen schönen uns lesenswerten Artikel „In Verbindung bleiben“ entdeckt, der zu unserer Challenge passt.

Die Erinnerungen kann uns keiner nehmen. Es lohnt sich, den Spuren nachzugehen, die ein Mensch in uns hinterlassen hat. Dabei gibt es viele Möglichkeiten, unsere ganz besonderen Erinnerungen festzuhalten – etwa in Erinnerungsbüchern oder in Gegenständen, die uns mit verstorbenen Menschen verbinden.

Hier weiterlesen und auch den Buchtipp und die Adresse der Erinnerungswerkstatt „Vergiss mein nie“ entdecken.

Siehe auch den vorherigen Artikel hier im Blog.

Ursprünglichen Post anzeigen

Ihr Lieben – #frapalymo 28nov18

#frapalymo steht für: frau paulchens lyrik monat. diesen gibt es 2018 zum dreizehnten mal.

der impuls für das gedicht am 28. november des #frapalymo lautet: „schreibt ein postkartengedicht“.

postkarten (ihr erinnert euch…?) bieten nicht unendlich viel platz, man muss sich kurz fassen. wenn es eine karte aus dem urlaub ist, schickt man vielleicht ein paar kurze eindrücke des ortes mit, eine aufmunterungspostkarte trägt eine geschriebene umarmung, eine gute besserungskarte gesundheitliche wünsche. welche postkarte ihr schreibt, von welchem ort und mit welcher absicht, ist euch überlassen. verdichtet auf dem wenigen platz der rückseite das wesentliche und schickt uns morgen eure grüße! ich freue mich auf sie.

 

Ihr Lieben

wärn wir nur zuhaus geblieben.

Dicke Nebelsuppe ringsumher,

lässt sich nicht mal rasch durchsieben,

Laune tänzelt immer mehr

und was immer wir getrieben,

dass wir stürzten uns ins Meer,

ist uns auch geheim geblieben,

sehnen uns nach Euch so sehr!

Eure Lieben

du, weißt du – #frapalymo 27nov18

#frapalymo steht für: frau paulchens lyrik monat. diesen gibt es 2018 zum dreizehnten mal.

der impuls für das gedicht am 27. november des #frapalymo lautet: „gleiche anfangszeile für alle – beginnt eure texte alle mit: „du, weißt du, wie ein rabe schreit“ – nach der anfangszeile des gedichts „du, weiß du“ von selma meerbaum-eisinger.

die erste anfangszeile „du, weißt du, wie ein rabe schreit“ ist für uns alle demnach gleich, und wir borgen ihn uns von selma meerbaum-eisinger. magisch wird sein, in welch unterschiedliche richtungen und stimmungen uns diese zeile bringen wird. jeder text wird eigen sein und doch eint uns diese erste zeile. einer meiner lieblingsimpulse beim #frapalymo!

 

du, weißt du

 

 

du, weißt du, wie ein rabe schreit

weißt du, wie sehr der hunger quält

weißt du, wie frau sich selbst befreit

 

du, weißt du, wie unendlich zählt

weißt du, wie oft es dir tut leid

weißt du, wie man sich gut vermählt

 

du, weißt du, wie wunderlich doch unsere zeit

weißt du, wie seltsam quer das volk jetzt wählt

weißt du, wie ki-ka-kunterbunt mein kleid

 

du, weißt du, wie mich das alles heut so quält

weißt du, wie das wohl geht mit Mitleid

weißt du, wie man die Zwiebel richtig schält

 

du, weißt du?

du, weinst du?

du, lächelst du?