Resonanz bedeutet, sich von der Welt berühren zu lassen.

Etwas erreicht mich,

bewegt mich,

verändert mich,

ver­setzt mich in Schwingung.

Ganz häufig erzählen wir ja

mit genau diesen Begriffen

von gelin­genden Momenten.

NAMENSgedächtnis

Hartmut Rosa, Taizé-erfahrener Schwarzwaldphilosoph und gegenwärtig der Popularsoziologe in Deutschland, hat mit Resonanz: Eine Soziologie der Weltbeziehung sein opus magnum geschaffen. Religiös höchst musikalisch – spielt er doch noch immer die Orgel im evangelischen Gottesdienst in seinem Heimatort Grafenhausen – entfaltet er eine soziologische Begrifflichkeit, die theologisch anschlussfähig ist, nicht nur für die praktische, sondern auch für die systematische Theologie. Hier ein Auszug aus einem Rundfunkvortrag:

Was also ist Resonanz? Resonanz ist eine Form von Beziehung, in der zwei Entitäten, manch­mal zwei Menschen, manchmal ein Mensch und ein Ding, sich wechselseitig beeinflussen, dass sie aufeinander reagieren und sich so verändern. Das geht allerdings nur in einem Reso­nanzraum. In sterilen Räumen, die Schwingungen nicht zulassen, ist das nicht möglich. […]

Resonanz bedeutet, sich von der Welt berühren zu lassen. Etwas erreicht mich, bewegt mich, verändert mich, ver­setzt mich in Schwingung. Ganz häufig erzählen wir ja mit genau diesen Begriffen…

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