1. Silvester war schön. Raclette zusammen mit einem befreundeten Paar. Ganz ruhig. Bis um Mitternacht es dann doch sehr laut wurde. Draußen. Die arme Katze. Nicht wie all die Jahre sonst weggesperrt. Trotz längeren Rufens und Tür-offen-stehen-lassens kam sie nicht. Aber dann war sie doch am Neujahrsmorgen wohlbehalten zurück.

2. Ich habe, wie eigentlich immer, keine Vorsätze für das neue Jahr. Aber viele Wünsche. Mehr Normalität. Echte Begegnungen. Umarmungen.

3. Der Weihnachtsbaum steht im Wohnzimmer. Da, wo er immer steht in diesem Haus. Nun ja, fast immer stand. Mit Bienenwachskerzen auf roten Haltern. Roten Fröbelsternen in verschiedenen Größen ( selbst gebastelt). Strohsternen. Und Engeln aus Stroh. Und roten Engeln aus Hanf. Mehr nicht. Früher war mal mehr Lametta!

4. Was haben wir alles in 2020 verloren! Kaum noch Nähe, dafür Abstand, Abstand, Abstand. Und eine Handvoll lieber Menschen, die mich immer noch umarmen. Einfach so. Auch meine alte Mama. Gerade dafür liebe ich sie.

5. Es wird zu viel gehorcht. Das bringt man uns von Kindesbeinen an bei. Dabei geht alle Macht von uns aus. Vom Volk. Von den Menschen. So formuliert in unserem Grundgesetz. So dauerhaft dürfen Menschenrechte nicht genommen werden.

6. Trotzdem versuche ich immer wieder positiv zu denken. Dass die Angst vergeht. An Macht verliert. Und der Hass vergeht. Und seine Macht verliert. Dass wir uns zukünftig besser organisieren. In kleinen übersichtlichen Gemeinschaften. Mit viel Macht in den kleinen Strukturen und wenig im Großen.
Habe angefangen, morgens mit Doris Dörrie im Bett zu schreiben. Mindestens 10 Minuten!

7. Was das Wochenende angeht, heute, Donnerstag Abend freue ich mich auf wieder auf den „Kommissar“ (die dvd’s gab es zu Weihnachten, morgen, Freitag, habe ich geplant, nach der Arbeit nachmittags neben dem üblichen Haushaltskram den Baum abzuschmücken und abends weiter mit dem „Kommissar“ und Sonntag möchte ich Gottesdienst feiern im Krankenhaus, wohl wie immer in letzter Zeit mit nur wenigen Teilnehmenden, danach meine älteste Freundin besuchen (97 Jahre ist erst!), dann Briefe zu schreiben und abends mit lecker Selbstgekochtem von meinem Mann mir das Bäuchlein voll schlagen und danach den Tatort sehen!


Der Freitags-Füller ist eine Aktion von Barbara!