„Es geht auch nicht nur um individuelle Gefühle. Es geht um die fundamentale Erfahrung der Befreiung durch Gott aus allem, was das Leben einengt, bedroht, zerstört – bis zum Tod und über diesen hinaus. Es geht um die Erfahrung, dass Gott alles annimmt, was den Menschen ausmacht. Dann kann selbst der Tod seinen Schrecken verlieren. Es braucht Mut, sich auf einen solchen Glauben einzulassen.“

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Woraus beziehen Menschen in westlichen Gesellschaften ihren Selbstwert und ihre kulturelle Identität? Diese Fragen sind wichtig, denn die Antworten darauf wirken sich auf unseren Umgang mit dem Tod aus. Dieser wurde mit Corona wieder ins öffentliche Bewusstsein katapultiert. Regina Polak fragt, was das theologisch bedeuten könnte.

„Bitte beantworten Sie folgende Fragen: Beschreiben Sie kurz die Gefühle, die der Gedanke an Ihren eigenen Tod in Ihnen hervorruft. 2. Schreiben Sie so genau wie möglich nieder, was mit Ihnen geschehen wird, wenn Sie sterben, und was mit Ihnen passiert, wenn Sie gestorben sind.“

Diese beiden Fragen waren Teil eines Persönlichkeits-Fragebogens, den die Sozialpsychologen Sheldon Salomon, Jeff Greenberg und Tom Pyszczynski eine Gruppe von Richtern ausfüllen ließen, ehe letztere das Urteil über eine junge Prostituierte fällten, die straffällig geworden war. Eine zweite Kontrollgruppe von Richtern füllte denselben Fragebogen aus, nur ohne diese beiden Fragen. Die Richter der Kontrollgruppe setzen eine Kaution in der…

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