MEMENTO-MORI – der Toten gedenken!

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Also,

ich habe die EHRE und das große VERGNÜGEN, bei der Totenhemd-Challenge „Memento mori“ mitschreiben, -bloggen, -machen, kreativ sein zu dürfen.

 

Zur Inspiration

Alles ist eitel“ – so steht es geschrieben im Buch des Predigers im 1. Kapitel.

In den Vanitas = Eitelkeits – Stilleben in der bildenden Kunst wurde dieses Thema bildlich dargestellt.

Es ist alles „eitel“ – gedenke daran, dass auch du einmal sterben wirst – wie alles, was lebt.

Alles ist „eitel“ = „nichtig“ bzw. „nur leerer Schein“.

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Zu meiner Motivation …

Mit Totengedenken bin ich viel beschäftigt. Es vertieft mein Erleben und beschenkt mich oft auf vielfältige Weisen.
Seien es Gedenkgottesdienste für verstorbene Patient*innen, Sternenkinder-Gedenken, Gedenkandachten für verstorbene Mitarbeiter*innen im Krankenhaus, seien es Abschiednahmen am Totenbett, Sterbebegleitungen … all dieses Begleiten und Worte suchen und finden bringen vielfach eine große Tiefe in mein professionelles Handeln.

 

Und dann der Gedenk-Monat November, der in meinem privaten Leben immer mehr zu einem Sterbemonat geworden ist: meine Oma, mein Vater, mein Onkel … sie alle haben ihren Sterbetag im November.
Auf dem nächsten Foto übrigens ein Porträt meines Vaters, aufgenommen an seinem letzten Geburtstag, seinem 80., 8 ½ Monate vor seinem „plötzlichen“ Tod.

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Viele wissen ja schon

sind wirklich überhaupt nicht mehr überrascht, wenn ich mich als eine ausgesprochen leidenschaftliche Listenverfertigerin beschreibe.
Also habe ich drauf los gesammelt …

 

Sammelphase

Als Krankenhauspfarrerin werde ich gelegentlich in Gruppen eingeladen, die sich mit dem Thema „Krankheit – Sterben – Tod – Trauer“ beschäftigen wollen.

Wie ins Gespräch kommen?
Ich begann zu sammeln –

Vanitas-Gegenstände für ein Stilleben, jeweils neu improvisiert als Gesprächseinstieg.

Impuls: Suchen Sie sich aus unserem Boden-Bild in der Mitte einen Gegenstand, der für Sie mit unserem Thema zu tun hat – mit Krankheit und Abschied und Sterben, mit Tod und Verlust und Trauer!

Nehmen Sie Ihr Teil in die Hand, untersuchen Sie es, nehmen Sie es wahr – mit allen Ihren Sinnen, spielen Sie damit – und präsentieren Sie es uns!

Das bringt so gut(e) Gespräche in Gang!

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Schmuck, der seine*n Träger*in nicht mehr ziert, vergänglicher Reichtum, nichtig, eitel

 

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Verwelkende Blumen/Blüten, die nicht/nie mehr blühen

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Die Maske ohne ihre*n Träger*in, enthält nie das Abgebildete, Zeichen für eitle Anonymität

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Das Gerippe, ein Arm fehlt und noch viel mehr , nur noch eine Form dessen, was es eigentlich einmal war

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Das „Sudden Smile Sax“, das nicht mehr spielt, das Vexierbild mit der jungen/alten Frau (was denn nun? eitel, nichtig, der Brief, der nicht mehr gelesen werden kann

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Der Totenhemd-Challenge Memento mori“ link!!!

Die Regeln:

  1. Werdet kreativ!
  2. Wachst über euch hinaus
  3. Lasst den Schabernack mitspielen, eure Traurigkeit, eure Toten …
  4. Macht ein Foto (oder viele), schreibt einen kleinen Text. Wer einen Blog von Euch hat veröffentlicht am entsprechenden Tag im eigenen Blog und schickt den Link rechtzeitig an Petra mit einem 3-zeiligen Teaser oder Foto. Wer keinen Blog hat schickt auch rechtzeitig alles per Mail an Petra. Start So, 28.10. bis Totensonntag am 25.11.2018.