Zeit wird’s. Denn wir sind das Volk, yeah!

#verlagegegenrechts

von Sebastian Pirling.
(Ursprünglich erschienen am 21. Februar 2016. Mit freundlicher Genehmigung des Autors.)

Schlagworte wie “Flüchtlingskrise” und “Wir sind das Volk” offenbaren einen kulturellen Kampf um die Deutung der gegenwärtigen Flüchtlingssituation. Eine Reaktion auf Clausnitz

Wenn ich das Wort schon höre! “Flüchtlingskrise” ist ein Unwort, mit dem unser Blick auf die gegenwärtigen gesellschaftlichen und weltpolitischen Probleme verfälscht und kaleidoskopartig aufgesplittert wird. Denn mit dem Begriff “Flüchtlingskrise” werden Ursache und Auswirkung auf den Kopf gestellt und der Blick von den eigentlichen Krisen weggelenkt, die zur gegenwärtigen Flüchtlingssituation geführt haben.

Nicht die Flüchtlinge sind die Krise, sondern ein ungebremster Krieg der Weltmächte in Syrien und die strukturelle Armut unter anderem in Afrika, wie auch die Menge der Flüchtlinge zwar groß ist, unsere gesamteuropäische mangelnde Vorbereitung darauf aber in demselben Maß zu den krisenartigen Zuständen geführt hat. Wir sitzen nicht länger auf den “Brot und Spiele”-Tribünenplätzen der Weltgeschichte und dürfen uns…

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