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Christiane lädt ein zu den abc-Etüden 2018.

Die Grundregel bleibt: 3 Wörter, maximal 10 Sätze.

Mir ist ein neue Rosalie-Geschichte eingefallen zu

Bürde – speckig – schieben

 

 

 

Rosalie No. 5

Rosalie seufzte tief.

Die Zeit der blitzenden und glitzernden Wunderkerzen war endgültig vorbei.

Gestern abend hatten Papa und Mama den Weihnachtsbaum rausgescmissen, in den Garten erst mal, und Oma hatte laut gerufen, „Gut, dass ihr das gleich gemacht habt, das war nichts für später, so wie dieser Baum nadelte.

Denkt nur das alte Sprichwort – was du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf morgen!“

„Genau“, hatte Papa geantwortet, so eine Bürde will ich mir gar nicht erst aufladen, das muss ich mir dann jeden Tag von dir anhören, liebe Schwiegermama.“

Rosalie seufzte wieder – der schöne Baum fort, Lichterglanz und Kerzenschein, Plätzchenduft und Wunderkerzen nur noch wundervolle Erinnerung an eine wunderbare Zeit – ganz tief hatte sie die in ihrem Herzen bewahrt, und heute nun wollte Mama unbedingt das Wohnzimmer auf den Kopf stellen und putzen.

Die Nadeln hatte sie gerade zusammengefegt, jetzt wollte sie das Parkett reinigen, dort, wo der Christbaum gestanden hatte.

Rosalie zuckte vor Schreck zusammen, als Mama plötzlich wie aus heiterem Himmel losbrüllte: „Was ist denn hier bloß passiert, wie soll ich das denn wieder sauber kriegen, so fettig und schmierig und speckig das hier von all dem Kerzenwachs geworden ist?“

Rosalie hörte gleich Oma wieder in ihrem Kopf, jaja, was du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf morgen – und dachte „Oma, dein Spruch, der hat schon was!“

Und gab es da nicht noch so einen ähnlichen … hmmm, irgendwas mit morgen, ja, genau, morgen, morgen, nur nicht heute, sagen alle faulen Leute, genau – Rosalie grinste.

 

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