Septemberfraus Rezension des wunderbaren Buches „Gehen, ging, gegangen“ von Jenny Erpenbeck ist absolut lesenswert. Ein wichtiges Thema, brilliant in Romanform gegossen, frau kann es schwer aus der Hand legen.

Auch die Hörbuchversion hat mir gut gefallen.

septemberfrau schreibt:

Viele Jahre liegen vor ihm, vielleicht nur noch ein paar, so beginnt der Roman von Jenny Erpenbeck „Gehen, ging, gegangen“ und weiter: Wenn Richard, seit kurzem emeritierter Professor der Philosophie etwas hat, dann ist es Zeit. Sein Kopf ist noch nicht daran gewöhnt, denn es ist eine ganz andere Art von Zeit, die ihm jetzt zur Verfügung steht, die gefüllt werden will.

Gehen, ging, gegangen

Gegenwart, Vergangenheit, Perfekt. Zeit, die vergangen, unwiederbringlich vorbei ist. Zukunft? Sie ist unklar für die jungen Männer, die seit Wochen auf dem Oranienplatz in Berlin ihre Zelte aufgeschlagen haben, Essen und Trinken verweigern. Ihre Hautfarbe ist schwarz. Sie sprechen Englisch, Französisch, Italienisch und andere Sprachen, die hier niemand versteht, schreibt die Autorin. Wenn sie überhaupt sprechen, denn sie schweigen – über ihre Herkunft und wer sie sind. Muanana.

weiterlesen auf septemberfrau