… „es sah in die weite und ich
blickte es an: das kind.“

seltsam, in der letzten zeile war ich plötzlich in der doppeldeutigkeit und das „innere kind“ war auch da …

so sind deine verse für mich bis zum ende sehr poetisch.

verssprünge

und das kind
baute eine sandburg, so schön
wie ein schloss, nicht etwa
als abwehr gedacht,
wie es mir mit leuchtenden augen erzählte,
sondern als herberge
für flüchtige menschen.
seine hände strichen stolz
die letzten sandkörner glatt.
und sogar das meer
hielt ehrfürchtig inne,
bevor es das kunstwerk
verschlang.
doch die meisten burgen
halten lange, tröstete ich
das kind. morgen baue ich eine neue!
rief es in den wind
und legte seine hand
entschlossen in meine.
es sah in die weite und ich
blickte es an: das kind.

©diana jahr 2017

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