Danke für den Hinweis auf Byung-Chul Han und seine Idee von der jubelnden Pfingstgesellschaft. In meiner Kirche heute morgen, in der ich nach über 5 Jahren wieder einmal zu Gast war und eine 94jährige dorthin begleitete, war davon leider nichts zu spüren – ich sehne mich doch so danach. Wünsche Dir dass Du am Pfingstmontag mehr erlebst :)))))

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csm_gottesdienst_pfingsten_ffm11_qrita_deschner_1380_feat_8b42363b4dQuelle: Veranstaltungsseite der EKHN zum Pfingsfest auf dem Frankfurter Römer

Schaffens- und könnensmüde – so sind die Menschen unter den derzeitigen Bedingungen des Arbeitsmarktes, sagt der Philosoph Byung-Chul Han, der sich intensiv mit dem Menschenbild befasst, das neoliberaler Wirtschaft entspricht. [1]. Dass wir viel schaffen, arbeiten und erfolgreich bewältigen, und daher auch rechtschaffen müde sein dürfen, das ist eine Sache. Der Begriff der Könnensmüdigkeit erstaunt. Nach Han leben wir in einer Gesellschaft, die alles für möglich hält und den Einzelnen abverlangt, alles möglich zu machen. Das Arbeiten an sich ist dabei nicht das Problem, sondern das „Zuviel“, ein „Zuviel am Gleichen“, ein „Übermaß an Positivität“. Eben diese Positivität ist es, die den Menschen zu einem Leistungssubjekt, zu einem „animal laborans“ (23) macht, ohne dass dahinter ein offensichtlicher Zwang stecken müsste.

Es funktioniert auch ohne Gehorsam und strenge Disziplin.  Es ist nicht mehr die Disziplinargesellschaft mit ihren Verboten, mit…

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