Wenn ich über das Sterben nachdenke, bin ich ganz schnell „im Himmel“. Als kleines Kind – solange bis ich endlich das Vaterunser konnte, betete meine Mutter mit mir jeden Abend:

„Lieber Gott, mach mich fromm, dass ich in den HIMMEL komm. Amen.“

Der Himmel – das konnte ja nur ein ganz wunderbarer Ort sein. Das Nachdenken über den Himmel, auch die Himmel, ja das Reich der Himmel (schon auf Erden?) hat mich niemals losgelassen.

Totenhemd meets PoetryHier ist mein Beitrag zur Blogaktion des Totenhemd-Blogs im März 2017!
Unser Auftrag ist, durch poetische Ausdrucksformen Menschen anzuregen, am besten zu ermutigen oder gar unwiderstehlich zu verführen, über das Sterben und den Tod ins Gespräch zu kommen – vielleicht erst einmal mit sich selbst, vielleicht mit anderen, vielleicht mit Sterbenskranken und Sterbenden auch.

„Wie im Himmel?!“ oder Himmlische Bonbons für die Reise

Himmelblau
Bis Himbeerot
Ein Buntes Tränenmeer
Tropfen für Tropfen vergossen
Lachweinlach

Himmelhoch
Voll Heiterkeit
Will ich hinaus
Fliegen bis ins Paradies
Tränengold

Himmelswach
Ja, erdenmüde
Aufgeregt summen, ja
Singen und Springen und
Außersichgeraten

Himmelweit
Reisen mit
Freundinnen ins Kino
Der Film meines Lebens
Vergangen

Himmelleicht
Das Hinflugticket
Stricken beim Abflug
Ankunft mit bunten Socken
Rätselhaft

Himmelshungrig
Pralinen, Lakritze,
Rotwein, Streusel, Bitterschokolade
Dufte, dufte, dufte … Düfte
Festmahl

Himmelstürmend
Zum Lieblingsplatz
Vergnügt, so zart
Wird dort die Landung
Sein

Himmelschreiend
Tiefer Schmerz
Vergangen das Glück
Weiter, weiter, weiter … und
Ankunft

Himmelstür
Weit offen
Nicht geschlossen, bitte
Tafeln, singen, lachen, tanzen
Zukunft